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Was kostet eine Website im Jahr 2026?
Was den Preis einer Website wirklich bestimmt — Seitenzahl, Funktionen, CMS, Onlineshop und Sprachen. Eine Erklärung ohne Marketing, mit realistischen Spannen und Tipps, wie Sie nicht zu viel zahlen.
Die häufigste Frage, die wir bekommen, lautet: „Was kostet eine Website?“ Die ehrliche Antwort ist — es kommt darauf an. Nicht um der Zahl auszuweichen, sondern weil „Website“ eine einfache Präsentation mit fünf Seiten oder einen Shop mit tausend Produkten und Integrationen bedeuten kann. Das ist wie die Frage „Was kostet ein Fahrzeug“ — Fahrrad, Gebrauchtwagen und Lkw sind alle „Fahrzeuge“, aber Preis und Zweck sind völlig verschieden.
In diesem Text zerlegen wir, was den Preis wirklich bewegt, durch welche Phasen jedes Projekt geht, welche Zahlen für verschiedene Website-Kategorien auf unserem Markt realistisch sind, und wie Sie erkennen, wann jemand zu viel verlangt oder wann ein Angebot unrealistisch niedrig ist und Probleme versteckt, die später auftauchen.
Was den Preis bestimmt
Seiten- und Bereichszahl: Eine Firmenpräsentation mit fünf bis acht Seiten (Start, Über uns, Leistungen, Referenzen, Kontakt) ist günstiger als ein Portal mit Dutzenden Inhaltstypen, Kategorien und Unterseiten. Jede zusätzliche Seite bedeutet zusätzliches Design, Text und Testen.
Design: Eine fertige Vorlage (Template) ist am günstigsten, weil jemand anderes den Designer schon bezahlt hat — aber Sie teilen sie mit Tausenden anderen Websites weltweit, möglicherweise auch mit Ihrer Konkurrenz. Ein originales, markengerechtes Design kostet mehr, weil jemand über Ihren konkreten Fall nachdenkt, zahlt sich aber langfristig durch Vertrauen, Wiedererkennbarkeit und Konversion aus.
Funktionen: Ein Kontaktformular ist einfach und günstig; Onlineshop, Buchungssystem, Benutzerkonten, mehrere Sprachen und Integrationen (Zahlung, Versand, CRM, Buchhaltung) tragen jeweils eigene Entwicklungs- und Testkosten. „Nur ein Formular hinzufügen“ ist nicht dasselbe wie „ein System hinzufügen, das Mails sendet, Daten in einer Datenbank speichert, vor Spam schützt und auf jedem Gerät funktioniert“.
CMS (Redaktionssystem): Die Möglichkeit, Texte und Bilder selbst zu ändern, erfordert am Anfang etwas mehr Aufwand — jemand muss Felder, Berechtigungen und Vorschau einrichten — spart aber langfristig, weil Sie nicht für jede kleine Text- oder Preisänderung einen Entwickler bezahlen.
Inhalte: Texte und Fotos, die jemand schreiben und aufnehmen/aufbereiten muss. Hat die Firma fertiges Material, ist die Ersparnis erheblich; muss alles von Null erstellt werden (Copywriting, Fotografie), ist das ein eigener Kostenpunkt, der Kunden oft überrascht.
Grobe Spannen nach Kategorien
Statt einer festen Zahl (die falsch wäre, weil sie von Markt, Agentur und Umfang abhängt) ist es nützlicher, in Kategorien zu denken, die realen Bedürfnissen entsprechen.
Einfache Firmenpräsentation: ein paar Seiten, fertiges oder leicht angepasstes Design, einfaches Kontaktformular, ohne CMS oder mit minimalem. Das ist der Einstieg für kleine Firmen, die Online-Präsenz brauchen, kein Verkaufswerkzeug.
Unternehmenswebsite mit CMS: originales Design, mehrere Bereiche (Leistungen, Blog, Referenzen, Karriere), CMS zum selbstständigen Bearbeiten, technisches Grund-SEO. Das ist die häufigste Kategorie für Firmen, die ernsthaft eine Marke aufbauen und die Website als Verkaufswerkzeug wollen, nicht nur als Visitenkarte.
Onlineshop oder Portal: Produktkatalog oder große Inhaltsmengen, Benutzerkonten, Zahlung, Integrationen mit Lager/Versand/Buchhaltung, erweiterte Administration. Das ist eine deutlich größere Investition, weil sie Geschäftslogik trägt, nicht nur Informationsdarstellung.
Jede nächste Kategorie ist eine größere Investition, bringt aber auch mehr — ein Shop, der 24 Stunden arbeitet, generiert direkt Umsatz, während eine Präsentation nur informiert.
Was sich hinter dem „billigen“ Angebot verbirgt
Wenn jemand eine Website für einen Bruchteil des üblichen Preises anbietet, fragen Sie sich, was weggelassen wurde. Meistens ist es: eine unangepasste Vorlage, kein CMS (jede Änderung kostet extra und dauert), nicht existentes technisches SEO, langsame Hosting-Infrastruktur oder — am gefährlichsten — überhaupt keine Unterstützung nach der Lieferung.
Wir haben Firmen gesehen, die eine „billige“ Website bezahlten und Monate später feststellten, dass sie nicht einmal die Telefonnummer ändern können, ohne einem Entwickler ein Zusatzhonorar zu zahlen, der inzwischen an einem anderen Projekt sitzt und Anrufe nicht beantwortet. Der billige Anfangspreis wird da teurer als ein ehrliches Angebot, nur gestreckt über Zeit und Frust.
Was sich hinter dem „überteuerten“ Angebot verbirgt
Andererseits garantiert ein hoher Preis allein keine Qualität. Manchmal zahlen Sie den Namen der Agentur, ein großes Marketingbudget, das über den Preis an Kunden weitergegeben wird, oder unnötig komplexe Technologie für ein einfaches Problem.
Der Unterschied zwischen fairem und aufgeblähtem Preis zeigt sich in der Transparenz: Ein faires Angebot schlüsselt genau auf, was Sie bekommen — Seitenzahl, Funktionen, CMS, SEO, Lieferzeit, Wartungsbedingungen. Ein aufgeblähtes Angebot nennt oft eine pauschale, unaufgeschlüsselte Zahl ohne Details, mit Allgemeinplätzen wie „Premium“ und „exklusiv“ ohne konkreten Inhalt dahinter.
Versteckte Kosten, die vergessen werden
Domain: jährliche Kosten, meist klein, aber einzuplanen (registriert auf den Namen des Kunden, nicht der Agentur — wichtig fürs Eigentum).
Hosting: monatliche oder jährliche Kosten des Servers, auf dem die Website „lebt“. Schlechtes, billiges Hosting bedeutet eine langsame Website und gelegentliche Ausfälle.
E-Mail-Konten: professionelle E-Mail (name@ihrefirma.com) kommt meist mit dem Hosting oder einem separaten Dienst.
Wartung und Sicherheitsupdates: Eine Website ist kein Einmalkauf — Software und Bibliotheken altern und müssen regelmäßig aktualisiert werden, um sicher und schnell zu bleiben.
Inhalte nach dem Launch: neue Leistungen, News, Blogartikel — jemand muss sie schreiben und veröffentlichen, intern übers CMS oder per Vereinbarung mit der Agentur.
Wie Sie nicht zu viel (und nicht zu wenig) zahlen
Definieren Sie das Ziel vor dem Design. Eine Website, die Anfragen bringen soll, und eine, die online verkaufen soll, sind nicht dieselbe Arbeit — beide Ziele in einem Gespräch zu mischen führt zu einem konfusen Angebot.
Starten Sie mit der kleinsten Version, die Wert liefert (MVP-Ansatz), und erweitern Sie in Phasen. Sie müssen nicht alle Funktionen auf einmal bezahlen — besser etwas Funktionierendes launchen und auf Basis realer Bedürfnisse und Kundenfeedbacks erweitern.
Verlangen Sie ein CMS und eine kurze Schulung — Unabhängigkeit vom Entwickler bei kleinen Text- und Bildänderungen ist langfristig die größte Zeit- und Geldersparnis.
Fragen Sie konkret nach Ladegeschwindigkeit und technischer SEO-Basis. Eine langsame Website, die bei Google nicht gefunden wird, ist ein Kostenpunkt ohne Rückfluss, egal wie „schön“ sie ist.
Verlangen Sie ein nach Posten und Phasen aufgeschlüsseltes Angebot, keine Pauschale. So sehen Sie genau, wofür Sie zahlen, und können mit dem Auftragnehmer entscheiden, was aus der ersten Version gestrichen wird, ohne das Ziel zu gefährden.
Klären Sie, wem Domain, Code und Inhalte nach der Lieferung gehören — das muss vor dem Start klar definiert sein, nicht nach einem Streit.
Fazit
Der Preis einer Website ist keine willkürliche Zahl — er spiegelt Arbeitsumfang, maßgeschneidertes Design, Funktionen, CMS und Support wider. Der beste Weg zu einem realistischen Preis ist ein kurzes Gespräch, in dem Sie klar sagen, was die Website erreichen soll, und dann ein aufgeschlüsseltes Angebot verlangen, das Sie anhand konkreter Posten mit anderen Optionen vergleichen können, nicht nur anhand der Endsumme.
Nikola Cerić
Gründer & Geschäftsführer, Manage IT
Mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung — im eigenen Unternehmen und in großen IT-Firmen des Balkans.