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Warenkorbabbruch: warum er passiert und wie man ihn senkt
Die meisten Käufer verlassen den Warenkorb vor dem Bezahlen. Wir erklären die häufigsten Gründe und konkrete Änderungen, die Bestellungen zurückbringen.
Der Käufer hat Produkte angesehen, etwas in den Warenkorb gelegt — und ist dann ohne zu bezahlen gegangen. Das ist der teuerste Moment im Leben eines Webshops, denn Interesse und Kaufabsicht waren schon da, und die Bestellung ging buchstäblich einen Schritt vor dem Ziel verloren.
Dieses Phänomen ist so häufig und so teuer, dass eine ganze Industrie von Tools und Strategien allein der Senkung seiner Quote gewidmet ist — denn schon kleine Verbesserungen an diesem Schritt verwandeln sich direkt in zusätzlichen Umsatz ohne einen einzigen zusätzlichen Besucher.
Die häufigsten Gründe für den Abbruch
Versteckte Kosten, die erst ganz am Ende des Prozesses auftauchen — der Käufer sieht den Produktpreis, legt ihn in den Korb und entdeckt erst im letzten Schritt Versandkosten, die die Gesamtsumme erheblich ändern, und fühlt sich betrogen.
Verpflichtende Kontoerstellung statt Gastbestellung — viele Käufer wollen kein Passwort und Konto anlegen, nur um einmal ein Produkt zu kaufen, und geben lieber auf, als diesen zusätzlichen Schritt zu gehen.
Ein zu langer Checkout mit zu vielen Feldern — jedes zusätzliche Feld ist eine Gelegenheit, dass der Käufer es sich anders überlegt oder einen Fehler macht und frustriert wird.
Fehlendes Vertrauen im letzten Moment — unklare Kaufbedingungen, eine unbekannte oder verdächtig aussehende Zahlungsart, fehlende Kontakt- oder Rückgabeinformationen.
Eine langsame Website oder ein Fehler auf dem Handy genau im Zahlungsmoment — nichts zerstört Vertrauen schneller als ein Seitenfehler, gerade wenn der Käufer Kartendaten eingibt.
Konkrete Änderungen, die Bestellungen zurückbringen
Zeigen Sie alle Kosten (einschließlich Versand) so früh wie möglich, idealerweise schon auf der Produkt- oder Warenkorbseite, nicht erst ganz am Ende des Checkouts.
Ermöglichen Sie Gastbestellung als Standardoption, mit der Möglichkeit (nicht Pflicht), nach dem Kauf ein Konto für künftige Bestellungen anzulegen.
Kürzen Sie den Checkout auf das absolute Minimum nötiger Felder — Name, Adresse, Kontakt, Zahlung — ohne Zusatzfragen, die für diesen Kauf nicht nötig sind.
Zeigen Sie Sicherheitszeichen der Zahlung, klare Rückgabebedingungen und erreichbaren Kontakt auf dem ganzen Weg durch den Checkout, nicht nur auf einer separaten Seite, die niemand besucht.
Testen Sie den gesamten Kaufprozess selbst am Handy, nicht nur am Desktop — die meisten Online-Käufe beginnen heute, und viele enden, auf dem Mobilgerät.
Erwägen Sie eine automatische Erinnerung (per E-Mail) an Käufer, die Produkte im Korb gelassen, aber nicht bezahlt haben — ein Teil kehrt zurück und schließt den Kauf ab, wenn man sie sanft erinnert.
Fazit
Der Warenkorbabbruch wird nie auf null sinken — es wird immer Käufer geben, die nur Preise recherchierten oder es sich aus Gründen anders überlegten, die nichts mit Ihrer Website zu tun haben. Aber ein großer Teil der Abbrüche kommt von vermeidbaren Problemen — versteckten Kosten, kompliziertem Prozess, fehlendem Vertrauen — die sich mit konkreten, messbaren Änderungen im Checkout-Design lösen lassen.
Nikola Cerić
Gründer & Geschäftsführer, Manage IT
Mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung — im eigenen Unternehmen und in großen IT-Firmen des Balkans.